Verbandsgebiet
Verbandsgebiet
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liststyleTätigkeiten des Verbandes

liststyle Allgemeines zum Verband

liststyleSatzung des Verbandes

liststyleDie Struktur des Verbandes

liststyleGrabenschautermine 2019

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grabenschauleiste


 
Tätigkeiten des Verbandes

Aufgabe des Verbandes ist die hoheitliche Aufgabenerfüllung
  an den Gewässern II. Ordnung des Verbandsterritoriums, was zu
  deutsch bedeutet, dass der Verband die im
  Landeswassergesetz verankerten Aufgaben an den Gewässern
  seines Verbandsgebietes realisieren muss. Das ist zum Einen
  die Gewährleistung des schadlosen Wasserabflusses und zum
  Anderen und mit Blick auf den sich einstellenden Klimawandel die in 
  den Fokus rückende Aufgabe des Wasserrückhaltes in der
  Landschaft und damit die Bewirtschaftung des vorhandenen
  Wasserdargebotes. 
 

 

Weiterhin beseitigt der Verband Kraut, Schlamm sowie unzählige
  Abflusshindernisse wie z.B. Bäume  aus den Gewässern. Aber
  auch der sog. Wohlstandsmüll nimmt einen breiten Raum der
  Betätigung ein. Hierbei werden neben ganz kuriosen Gegen-
  ständen wie Einkaufswagen, Kühlschränke, Sitzgarnituren
  aber vorwiegend  Plastegegenstände, Flaschen, Bierbüchsen
  aus den Gewässern entfernt.

  Aber auch pflegerische Arbeiten speziell an den Baumbeständen
  der Gewässer werden vom Verband getätigt.

In der Zeit vom 05. – 13. Februar 2018 werden die 
  sogenannten Bauernkonferenzen in den entsprechenden Losen
  durchgeführt. Bei den Bauernkonferenzen handelt es sich um
  Gesprächsrundenmit den Flächennutzern,den beauftragten
  Unternehmen und ande-ren Betroffenen sowie dem Verband.
  Schwerpunkte dabei sind u.a.die Gewässerunterhaltungsarbeiten 
  an sich; die für den Verband tätigen Unternehmen vorzustellen;  
  die derzeitigeWassersituation; Aussagen zu eventuell möglichen 
  Förderrichtlinien und vorallemdie stetig auszubauende  
  Zusammenarbeit unter den vorgenannten Beteiligten.

Der Verband erhebt von seinen Mitgliedern einen Beitragssatz
  von 9,19 €/Hektar für das Jahr 2019. Seine Aufgabenerledigung
   
  vollführt der Verband sowohl in Eigenregie als auch in Fremd- 
  vergabe.

Der Verband kümmert sich daneben auch um die überregionale 
  Stauhaltung der Anlagen, d.h. um das Setzen und Entfernen der
      
  Verschlüsse von Stauen und Wehranlagen.

Die Gewässer werden mindestens einmal im Jahr von
  den Mitgliedern begutachtet. Dazu wird jedes Jahr im
  Frühjahr die sog. Grabenschau durchgeführt, an der
  neben den Vertretern des Verbandes berufene Schau-
  beauftragte aus den Reihen der Mitglieder, aber auch
  Behörden/Institutionen und Verwaltungen oder private
  betroffene Bürger teilnehmen.

 

Zur Durchführung der Grabenschau ist das Verbandsgebiet jetzt neu in 8 Schaubezirke unterteilt, die sich wiederum an den Verwaltungsgrenzen orientieren. Die nachfolgende Übersicht verdeutlicht diese Unterteilung mit den in der Verbands-
versammlung vom 03.Dezember 2014 berufenen Schaubeauftragten.  
   
- Schaubezirk I Luckau mit Helmut Hüter, Rudi Harms,
      Winfried Krüger
   
- Schaubezirk II ehemals Amt "Golßener Land" mit Mirko Puhlmann,
      Heinz-Peter Frehn, Jörg Hecker  
   
- Schaubezirk III Amt "Dahme/Mark", Stadt Baruth (Petkus) und
     Gemeinde Niederer Fläming mit Michael Lehmann, Manuel
      Wuschke
   
- Schaubezirk IV Gemeinde Heideblick mit Reiner Schulze,
     Johannes-Georg Fritzsche, Horst Richter
   
- Schaubezirk V Amt "Unterspreewald" und Stadt Lübben mit
      Dieter Löffler, Torsten Schade, Dieter Krüger 
   -
Schaubezirk VI Amt "Schenkenländchen" mit Lothar Laurisch,
     Karl-Heinz Hebert, Ulrich Bulland 
 
   - Schaubezirk VII Stadt Calau und Stadt Lübbenau mit Hartmut
     Streich, Margitta Görs, Karin Jung

   - Schaubezirk VIII Gemeinde Crinitz, Gemeinde Massen und Stadt
     Sonnewalde mit Herr Steinick, Herr Janke, Herr Tielke 


Grabenschautermine 2019

   - 06. Mai Schaubezirk I Stadt Luckau mit Treffpunkt 9.00 Uhr
                  Lagaparkplatz Luckau 
 
  07. Mai Schaubezirk III Amt "Dahme/Mark" und Petkus mit
                 Treffpunkt 9.00 Uhr im Sitzungssaal Rathaus Dahme
 
   -
 08. Mai Schaubezirk IV Gemeinde Heideblick mit Treffpunkt   
                 9.00 Uhr Gemeindeverwaltung Langengrassau 
   - 09. Mai Landkreis OSL Bereiche Gliechow, Zinnitz mit Treffpunkt  
                 8.00 Uhr Gemeindezentrum Zinnitz
   - 09. Mai Landkreis OSL Bereiche Hindenberg, Klein Radden mit
                 Treffpunkt 10.00 Uhr Kirchplatz Hindenberg
   
- 09. Mai Landkreis EE Bereiche Crinitz, Gahro, Babben, Groß-
 krausnik mit Treffpunkt 13.00 Uhr Parkplatz Crinitz
                 (Wochenmarkt
)    
  - 13. Mai Schaubezirk II Amt "Unterspreewald" Gemeinden Steinreich,
        Kasel-Golzig, Drahnsdorf und Golßen mit Treffpunkt
                9.00 Uhr Rathaus Golßen 
  - 15. Mai Schaubezirk V Amt "Unterspreewald" Gemeinden Bersteland
                und Rietzneuendorf/Staakow sowie die Stadt Lübben
                mit Treffpunkt
 9.00 Uhr Treppendorf Berstebrücke 
  - 16. Mai Schaubezirk VI Amt "Schenkenländchen" mit Treffpunkt
                9.00 Uhr FFW Oderin - Vereinshaus 

 

  Allgemeines Zum Verband


Der Gewässerunterhaltungsverband wurde am 05. Dezember
  1991 in Kasel-Golzig gegründet

Das Verbandsgebiet umfasst eine Größe von 85.056 Hektar und
  wird von ca. 960 Kilometer Wasserlauf unterschiedlichster Größe
  durchzogen. Es handelt sich hierbei ausschließlich um Gewässer
  II. Ordnung.

Die Mitglieder des Verbandes sind gemäß der geänderten
  wasserrechtlichen Vorschriften:
     1. der Bund, das Land und die sonstigen Gebietskörperschaften 
         für ihre Grundstücke  
     2. die Gemeinden für alle übrigen Grundstücke im Verbands-
         gebiet. 


Satzung des Verbandes

Veröffentlichung im Amtsblatt für Brandenburg - Nr. 34 vom 31.  
   August 2011

Erste Änderung der Neufassung der Satzung des Gewässerunter-  
   haltungsverbandse "Obere Dahme/Berste" veröffentlicht im Amtsblatt
   für Brandenburg - Nr. 12 vom 26. März 2014

Zweite Änderung der Neufassung der Satzung des Gewässerunter-  
   haltungsverbandse "Obere Dahme/Berste" veröffentlicht im Amtsblatt    für Brandenburg - Nr. 13 vom 02. April 2014 


 

1. Lesefassung 2019

 

Neufassung der Satzung des Gewässerunterhaltungsverbandes "Obere Dahme / Berste" 

 

 §   1   Name,Sitz, Rechtsform (§§ 1 und 3 WVG)

 

(1)          Der Verband führt den Namen Gewässerunter­hal­tungsverband„Obere Dahme / Berste“ und hat seinen Sitz in Luckau / OT Görlsdorf(Garrenchen), Landkreis Dahme - Spreewald.

(2)          Der Verband ist eine Körperschaft des öffentlichenRechts. Er dient dem öffentlichen Interesse und dem Nutzen seiner Mitglieder.Er verwaltet sich im Rahmen der Gesetze selbst und strebt nicht an, Gewinne zuerzielen.

(3)          Der Verband ist ein Wasser- und Bodenverband imSinne des Gesetzes über Wasser- und Bodenverbände (Wasserverbandsgesetz – WVG)sowie ein Gewässerunterhaltungsverband im Sinne des BrandenburgischenWassergesetzes (BbgWG) und des Gesetzes über die Bildung vonGewässerunterhaltungsverbänden (GUVG), jeweils in der geltenden Fassung.

 

 

§   2        Verbandsgebiet(§ 6 WVG)

 

Das Verbandsgebiet umfasst das Einzugsgebiet

 

-         derDahme (Gewässerkennzahl: 5828) ohne Baruther Buschgraben von der
Quelle bisoberhalb  der Mündung desDahme-Umflut-Kanals

-        derBerste (Gewässerkennzahl: 58258) von der Quelle bis zum Pegel
             Treppendorf

-       derWudritz (Gewässerkennzahl: 58256) von der Quelle bis oberhalb 
             der Mündungdes Hindenberg-Klein Raddener Grenzgrabens.

               Maßgeblich sind die Einzugsgebiete nach § 1Absatz 3 Satz 3 bis 5 des Gesetzes  
               überdie Bildung von Gewässerunterhaltungsverbänden (GUVG).

                                                                                             

§   3      Verbandsmitglieder (§ 2 GUVG)

 

(1)      Der Verband hat gesetzliche Mitglieder gemäß § 2Absatz 1 Nummer 1 bis 3  GUVG undfreiwillige Mit­glie­­der gemäß § 2 Absatz 2 Satz 1 GUVG. 

(2)      Der Verband führt ein Mitgliederverzeichnis, vergleicheAnlage. Das Mitgliederverzeichnis ist nicht Bestandteil der Satzung. Es hatlediglich deklaratorischen Charakter. Der Rechtsaufsichtsbehörde sindÄnderungen des Mitgliederverzeichnisses anzuzeigen.

 

 

§   4      Aufgabendes Verbandes (§ 2 WVG)

 

(1)      Pflichtaufgaben des Verbandes sind:

 

1.       die Unterhaltungder Gewässer II. Ordnung gemäß § 79 Absatz 1 Nummer 2 BbgWG und die Erstellungder Gewässerunterhaltungspläne gemäß § 78 Absatz 2 BbgWB hierfür.

2.       Ausgleichsmaßnahmen an Gewässern II. Ordnung, bei nachteiliger Veränderungder Wasserführung gemäß § 77 BbgWG,

3.       die Durchführungder Unterhaltung der im Verbandsgebiet gelegenen Gewässern I. Ordnung gemäß § 79Absatz 1 Satz 3 BbgWG und die Erstellung der Gewässerunterhaltungspläne gemäß §78 Absatz 2 BbgWG hierfür,

4.       die Durchführungder Unterhaltung der Hochwasserschutzanlagen gemäß § 97 Absatz 3 BbgWG,

5.       die dem Verbandauf der Grundlage des § 126 Absatz 3 Satz 4 BbgWG durch Rechtsverordnungübertragenen Aufgaben.

(2)      Der Verband kann freiwillige Aufgaben auchaußerhalb des eigenen Verbandsgebiets ausführen, soweit dadurch die Erfüllungder Pflichtaufgaben nicht gefährdet ist und die Finanzierung gesichert ist.

             FreiwilligeAufgaben sind:

 

1.       naturnaher Ausbauoder naturnaher Rückbau von Gewässern, soweitdiese nicht von der Gewässerunterhaltung gemäß § 78 Absatz 3 BbgWG umfasst sind,

2.       Bau undUnterhaltung von Anlagen in oder an Gewässern,

3.       Herrichtung,Erhaltung und Pflege von Flächen, Anlagen und Gewässern zur Verbesserung desLandschaftswasserhaushaltes, zum Schutz des Bodens und für dieLandschaftspflege,

4.       technischeMaßnahmen zur Bewirtschaftung des Grundwassers und der oberirdischen Gewässer,

5.       Herstellung,Betrieb, Unterhaltung und Beseitigung von Anlagen zur Be- und Entwässerung,insbesondere der Betrieb von Schöpfwerken, soweitdiese nicht von der Gewässerunterhaltung gemäß § 78 Absatz 3 BbgWG umfasst sind,

6.       Förderung derZusammenarbeit  zwischen Landwirt­schaftund Wasserwirtschaft und Fortent­wick­lung von Gewässer-, Boden- und Na­tur­schutz,

7.       Förderung undÜberwachung der vorste­henden Auf­ga­ben.

 

 

§   5        Unternehmen,Verzeichnis der Gewässer

 

(1)      Das Unternehmen des Verbandes sind die derErfüllung seiner Aufgaben dienenden baulichen und sonstigen Anlagen, Arbeitenan Grundstücken und alle in § 4 der Satzung genannten Tätigkeiten.

(2)      Der Verband führt ein Verzeichnis der Gewässer II.Ordnung im Verbandsgebiet. Es kann auch in elektronischer Form geführt werden.

 

 

§   6        Verbandsschau (§ 44 WVG)

 

(1)       Die Verbandsgewässer und -anlagensind min­destens einmal im Jahr zu schauen. Die Verbandsschau ist öffentlich.

(2)      DieVerbandsversammlung kann das Ver­bands­gebiet in Schaubezirke einteilen und fürjeden Schau­bezirk Schaubeauftragte berufen. Die Mitglieder jedes Schaubezirkesbenennen für ihren Schaubezirk drei Schaubeauftragte. Schaubeauftragter kannjede natürliche, geschäfts­fähige (volljährige) Person  sein. Die Amtszeit der Schaubeauftragtenendet mit der des Vorstandes.

           Schauführer ist der Verbandsvorsteher oder ein vom Vorstand bestimmtesteilneh­men­des Vor­-

           stands­mitglied.

(3)      DerVorstand lädt die Schaubeauftragten, die Rechtsauf­sichts­behörde und sonstigeBeteiligte, insbe­sondere technische und landwirtschaftliche Fach­behördenrechtzeitig zur Verbandsschau ein. Er kann diese Aufgabe an den Geschäfts­führerdes Verbandes übertragen.

(4)      DerSchauführer leitet die Verbandsschau. Er gibt allen Beteiligten Gelegenheit zurÄußerung und lässt durch Dienstangestellte des Verbandes über den Verlauf unddas Ergebnis der Verbands­schau, jeweils für die einzelnen Schaubezirke, eineNie­derschrift anfertigen. Die Niederschrift ist durch den Schauführer zuunterzeichnen und in einem Schaubuch zusammenzufassen.

(5)      DemVorstand ist das Schaubuch zur Kenntnis zu geben. Er veranlasst die Beseitigungfest­gestellter Mängel.

(6)      Für die Durchführung der Gewässerunterhaltung ha­bendie Gewässer­ei­gentü­mer, die Nutzungsberechtigten des Gewässers, die Inhabervon wasserrechtlichen Rech­ten und Befugnissen sowie Anlieger und Hinterlie­gerdie besonderen Pflich­ten gemäß § 84 BbgWG.

 

 

§   7        Verbandsorgane (§ 46 WVG)

 

DerVerband hat als Verbandsorgane eine Verbandsversammlung und einen Vorstand.

 

§   8        Vertretung der Mitglieder in derVerbandsversammlung

 

Die gesetzlichen Verbandsmitglieder dürfen, auf derGrund­lage der für sie einschlägigen Organisationsvorschriften, eine odermehrere vertretungsberechtigte natürliche Per­so­nen in die Verbandsversammlungentsenden. Der Ver­bands­vorsteher kann einen Nachweis über die Vertre­tungs­befugnisverlangen.

 

 

§   9        Aufgaben der Verbandsversammlung

 

Die Verbandsversammlung berät den Vorstand in allenwichtigen Angelegenheiten. Sie beschließt nach den gesetzlichen Vorschriftenüber:

 

1.   die Wahl und Abberufung der Vorstandsmitglieder,des Verbandsvorstehers und dessen Stellvertreters,

2.   die Änderung der Satzung, des Unternehmens oder derAufgaben des Verbandes und dessen  Umgestal­tung,

3.   die Festsetzung und Änderung des Haushaltsplanes,die Entlastung des Vorstandes             undder Geschäftsführung für die Jahresrechnung, Einsprüche gegen die Zwangsfestsetzungdes Haushaltsplans,

4.   die Festsetzung der Aufwandsentschädigung für dieehrenamtliche Tätigkeit des Vorstandes

       sowie Festset­zung von allgemeinen Grundsätzen fürDienst- und Anstellungsverhältnisse,

5.   Rechtsgeschäfte zwischen Vorstandsmitgliedern unddem Verband,

       dieGeschäfts- und Wahlordnung der Verbandsversammlung.

 

 

§   10      Durchführung der Verbandsversammlung (§ 48WVG)

 

(1)      Die ordentliche Verbandsversammlung tritt mindestenseinmal im Jahr zusammen.

(2)      Der Verbandsvorsteher lädt schriftlich zu denSitzungen der Verbandsversammlung ein. Die Ladungsfrist zur Verbandsversammlungbeträgt zwei Wochen. Einladungen müssen jeweils die vorläufige Tagesordnung unddie Entwürfe der Beschlussvorlagen enthalten. In dringenden Fällen kann derVerbandsvorsteher kürzere Ladungsfristen bestimmen. Auf die verkürzteLadungsfrist ist in der Einladung hinzuweisen.

(3)      Die Sitzungen der Verbandsversammlung werden durchden Verbandsvorsteher, im Verhinderungsfalle durch seinen Stellvertretergeleitet.

(4)      Der Vorstand kann aus wichtigem Grund eineaußerordentliche Verbandsversammlung einberufen. Ein wichtiger Grund liegt auchvor, wenn mehr als ein Drittel der       Verbandsmitgliederdies schriftlich und begründet gegenüber dem Verbandsvorstand           beantragt.

(5)      DieVerbandsversammlung ist beschlussfähig, wenn rechtzeitig und vollständig zuihrer Sitzung eingeladen und gemäß § 48 Absatz 2 letzter Halbsatz WVG mindestensein Zehntel der Verbandsmitglieder anwesend ist.

(6)      Ist wegen einer zu geringen Anzahl der erschienenenMitglieder die Verbandsversammlung nicht beschlussfähig, kann derVerbandsvorsteher an einem anderen Tag mit der gleichen Tagesordnung erneutladen. Die Verbandsversammlung ist dann ohne Rücksicht auf die Anzahl dererschienenen Mitglieder beschlussfähig, wenn hierauf in der neuen Ladungausdrücklich hingewiesen worden ist.

(7)      Über die Sitzung der Verbandsversammlung isteine Niederschrift anzufertigen. Die Niederschrift muss folgende Angabenenthalten:

 

1.   den Ort und den Tag der Sitzung,

             2.   dieNamen des Vorsitzenden und der anwesenden Mitglieder,

             3.   denbehandelten Gegenstand und die gestellten Anträge,

             4.   diegefassten Beschlüsse,

5.     das Ergebnis vonWahlen.

 

Die Niederschriftist vom Verbandsvorsteher oder gegebenenfalls vom stellvertretendenVerbandsvorsteher so­wie vom Protokollführer zu unter­zeichenen. Eine Ab­schriftder Niederschrift ist der Rechts­aufsichtsbe­hörde zu übersenden.

 

(8)      Die Verbandsversammlung kann ihre Tätigkeit ineiner Geschäftsordnung regeln.

 

 

§   11      Antrags- und Stimmrecht in derVerbandsversammlung

 

(1)      Verbandsmitglieder haben in der VerbandsversammlungAntrags- und Stimmrecht. Die Übertragung des Antrags- und Stimmrechts auf einanderes Verbandsmitglied ist nicht zulässig.

(2)      Die Stimmenanzahl bemisst sich nach dem Verhältnisdes Beitrages, den das Verbandsmitglied nach Absatz 1 im Kalenderjahr an denVerband zu entrichten hat, zum Gesamtbeitragsaufkommen. Bei einem Beitrag biszu 1.000 Euro hat das Verbandsmit­glied eine Stimme. Für jeden angefangenenBetrag von weiteren 1.000 Euro Beitrag er­höht sich die Stim­menanzahl um eineweitere Stimme.

(3)      Soweit die Verbandsmitglieder nach Ihrem Or­ganisationsrechtmehrere Vertreter in die Ver­bandsversammlung entsenden, bemisst sich dieStimmzahl nach dem Verhältnis des Bei­trages, den die jeweiligen Dienststellenzu ent­rich­ten ha­ben. Die Vertreter können uneinheitlich ab­stim­men undStimmen können von einem Ver­treter auf einen anderen Vertreter desselbenMitglieds übertragen werden.  

(4)      Die Verbandsversammlung beschließt mit dereinfachen Mehrheit der Stimmen der anwesenden Mitglieder nach Absatz 2, soweitnicht gemäß § 58 Absatz 1 Satz 2 WVG eine Mehrheit von zwei Dritteln vor­geschriebenist. Es wird offen abgestimmt. Wenn geheime Abstimmung von min­destens ei­nemMitglied beantragt wird, ist diese verdeckt durch­zuführen, wenn die Mehrheitder Anwesen­den zustimmt. Bei Stimmengleichheit gilt ein An­trag als abgelehnt.Stimmenthaltungen bleiben unbe­rück­sichtigt.

 

 

§   12      Öffentlichkeit der Sitzungen derVerbandsversammlung

 

(1)      Die Sitzungen der Verbandsversammlung sind nichtöffentlich (§ 48 Absatz 1 Satz 1 2. Halbsatz WVG).

(2)      Dabei gelten folgende Ausnahmen:Vorstandsmitglieder und der Geschäftsführer des Verbandes können an derVerbandsversammlung teilnehmen. Sie haben uneingeschränkt Vorschlags- undVortragsrecht. Der Verbandsvorsteher kann bestimmen, dass Vertreter der steuer-und rechtsberatenden Berufe an der Verbandsversammlung teilnehmen.

(3)      Auch andere als die in Absatz 2 genannten Personen könnenan der Verbandsversammlung ganz oder teilweise teilnehmen, wenn dem zuvor alleanwesenden Verbandsmitglieder zugestimmt haben.

(4)      Bild- und Tonaufzeichnungen sind nur zulässig, wennalle anwesenden Teilnehmer der Verbandsversammlung vorher ausdrücklichzustimmen.

 

 

 

 

§   13      Mitglieder des Vorstandes (§ 52 WVG)

 

Der Vorstand des Verbandes besteht aus demVerbandsvorsteher, dessen Stellvertreter und 7 Beisitzern. Vorstandsmitgliedkann jede natürliche, geschäftsfähige Person sein.

 

 

§   14      Wahl und Amtszeit des Vorstandes (§ 53WVG)

 

(1)      Die Mitglieder des Vorstandes werden durch diestimmberechtigten Verbandsmitglieder in der Verbandsversammlung gewählt. DieStimmenanzahl regelt sich nach § 11 Absatz 2 dieser Satzung. DieVerbandsmitglieder und der amtierende Vorstandkönnen Kandidaten zur Wahl des Vorstandes vorschlagen.

(2)      Der Verbandsvorsteher und dessen Stellvertretersind von der Verbandsversammlung aus der Mitte des Vorstandes zu wählen. Derjeweilige Kandidat wird durch den nach Absatz 1 gewählten Vorstand vorgeschlagen.Erreicht er bei der Wahl nicht die einfache Mehrheit, schlägt der Vorstand derVerbandsversammlung einen anderen Kandidaten vor.

(3)      Das Nähere regelt eine Wahlordnung, die Bestandteilder in § 10 Absatz 8 genannten Geschäftsordnung der Verbandsversammlung ist.

(4)      Die Amtszeit des Vorstandes beträgt fünf Jahre undendet mit der Wahl eines neuen Vorstands. Scheidet ein Vorstandsmitglied vorAblauf der Amtszeit aus, muss spätestens auf der nächstfolgenden ordentlichenVerbandsversammlung ein neues Vorstandsmitglied gewählt werden. Die ausscheidendenMitglieder bleiben bis zur Wahl der neuen Vorstandsmit­glie­der in ihrem Amt.

(5)      Der Geschäftsführer zeigt der Rechtsaufsichts­be­hör­deÄnderungen der Zusammensetzung des Vor­standes an.

(6)      Nach Ablauf der Wahlperiode führt der Vorstandseine Geschäfte bis zur Wahl eines neuen Vorstands weiter.

(7)      Die Verbandsversammlung kann ein Vorstandsmit­gliedaus wichtigem Grund mit Zweidrittelmehrheit abberufen. Die Abberufung und ihrGrund sind der Rechtsauf­sichtsbehörde anzuzeigen. Diese kann der Abberufunginnerhalb eines Monats nach Eingang der Anzeige unter Angabe der Gründewidersprechen, wenn der vorgetragene wichtige Grund nicht gegeben ist.Widerspricht die Rechts­aufsichtsbehörde, so ist die Abberufung unwirksam.

 

 

§   15      Aufgaben und Geschäfte des Vorstandes (§54 WVG)

 

(1)      Dem Vorstand obliegen alle Geschäfte des Verbandes,für die nicht durch Gesetze oder Satzung die Verbandsversammlung zuständig ist.

(2)      Er beschließt insbesondere über:

-          die Aufstellung der Gewässerunterhaltungspläne,

-          die Aufstellung des Haushaltsplans und seinerNachträge,

-          die Aufnahme von Darlehen und Kassenkrediten,

-          die Aufstellung der Jahresrechnung,

-          die Geschäftsordnung des Vorstandes,

-          die Erhebung von Beiträgen,

-          Entscheidungen in Rechtsmittelverfahren,

-          Verträge mit einem Wert von mehr als 30.000 Euro,die Leistungen gemäß

           § 4 Absatz 2 betreffen,

-          die Einstellung und Entlassung weitererDienstkräfte,

-          Widersprüche gegen die Beitragsveranlagung,

-          Vorschläge zur Änderung und Ergänzung der Satzung,

-          die Aufnahme und Entlassung freiwilliger Mitgliederund von Mitgliedern auf Antrag,

-          das Vorliegen von Härtefällen nach § 27 Absatz 5,

-          die Übertragung der Durchführung von Aufgaben aufden Geschäftsführer.

(3)      Der Vorstand leitet den Verband in Über­einstim­mungmit den von der Verbandsversammlung be­schlos­senen Grundsätzen.

(4)      Die Vorstandsmitglieder haben bei der Erfüllungihrer Aufgaben die erforderliche Sorgfalt anzuwenden. Sie sind dem Verbandinsbesondere dafür verantwort­lich, dass die Bestimmungen der Satzung eingehaltenund die Beschlüsse der Verbandsversammlung ausge­führt werden. Ein Vorstandsmitglied,das seine Oblie­gen­heiten vorsätzlich oder grob fahrlässig verletzt, ist demVerband zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet. DerSchadensersatzan­spruch verjährt in drei Jahren von dem Zeitpunkt an, in wel­chemder Verband von dem Schaden und der Person des Ersatzpflichtigen Kennt­niserlangt.

 

 

§   16      Sitzungen und Beschlussfassung desVorstandes

 

(1)      Die Sitzungen des Vorstandes werden durch den Verbandsvorsteher,im Verhinderungsfalle durch den Stellvertreter geleitet.

(2)      DieLadungsfrist zu den Sitzungen des Vorstandes beträgt zehn Tage. In dringendenFällen bedarf es keiner Frist, in der Ladung ist darauf hinzuweisen.

(3)      Jährlich sind mindestens drei Sitzungen abzuhalten.

(4)      Der Verbandsvorsteher lädt schriftlich zu denSitzungen des Vorstandes ein. Einladungen müssen jeweils die vorläufigeTagesordnung und die Entwürfe der Beschlussvorlagen enthalten.

(5)      Für die Beschlussfähigkeit des Vorstandes mussmindestens die Hälfte der Vorstandsmitglieder anwesend sein.

(6)      Ist wegen einer zu geringen Anzahl der erschienenenMitglieder der Vorstand nicht beschlussfähig, kann der Verbandsvorsteher zueinem späteren Termin mit derselben Tagesordnung einladen. Der Vorstand istdann ohne Rücksicht auf die Anzahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig.In der Einladung ist auf die erleichterte Beschlussfähigkeit hinzuweisen.

(7)      Jedes Vorstandsmitglied hat eine Stimme. DerVorstand beschließt mit der einfachen Mehrheit der Stimmen der anwesendenMitglieder. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme desVerbandsvorstehers.

(8)      Über die Sitzung des Vorstandes ist eineNiederschrift anzufertigen. Für den Inhalt der Nieder­schrift gilt § 10 Absatz7 Satz 2 dieser Satzung ent­sprechend. Die Niederschrift ist vom Verbandsvor­ste­heroder ggf. vom stellvertretenden Verbandsvorsteher und einem weiteren Vor­stands­mit­gliedzu un­ter­zeichnen. Eine Ab­schrift der Niederschrift ist der Rechts­aufsichtsbehördezu übersenden.

(9)      Auf schriftlichem Wege erzielte Beschlüsse sindwirk­sam, wenn sie einstimmig von allen Vorstandsmit­gliedern gefasst werden(Umlaufverfahren).

(10)   Der Geschäftsführer und durch den Verbandsvorstehereingeladene Mitarbeiter und Berater können an den Sitzungen des Vorstandes teilnehmen.Sie haben im Rahmen der Geschäftsordnung das ihnen dort eingeräumte Vortrags-und Vorschlagsrecht.

 

 

§   17    Gesetzliche Vertretung des Verbandes (§ 55 WVG)

 

(1)      Der Verbandsvorsteher vertritt zusammen mit demGeschäftsführer den Verband gerichtlich und außergerichtlich, soweit  es sich  nicht  um Angelegenheiten der laufenden Verwaltung gemäß § 18 Absatz 1 Satz 3handelt.

(2)      Die Rechtsaufsichtsbehörde erteilt den vertretungs­be­fugtenPersonen eine Bestätigung über die jeweilige Vertretungsbefugnis.

(3)      Erklärungen, durch die der Verband verpflichtet werdensoll, bedürfen der Schriftform; sie sind nach Maßgabe der für den jeweiligenFall gelten­den Regelungen von dem oder den Vertretungs­be­rechtigten zuunterzeichnen. Wird für ein Ge­schäft oder für ein Kreis von Geschäften ein Be­vollmächtigterbestellt, so be­darf die Voll­macht der Form des Satzes 1.

 

§   18      Geschäftsführer, Dienstkräfte

 

(1)      Der Verband hat einen Geschäftsführer. DerGeschäftsführer wird nach Beschluss des Vorstandes durch den Verbandsvorsteherangestellt. Für alle Angelegenheiten der laufenden Verwaltung vertritt derGeschäftsführer den Verband gerichtlich und außergerichtlich allein.

(2)      Der Geschäftsführer erarbeitet dieGewässerunterhaltungspläne.

(3)      Dienstvorgesetzter des Geschäftsführers ist derVerbandsvorsteher. Oberste Dienstbehörde des Geschäftsführers ist der Vorstand.

(4)      Der Vorstand kann für die Arbeit desGeschäftsführers eine Geschäftsordnung beschließen.

(5)      Der Verband kann Dienstkräfte im Rahmen einesStellenplanes einstellen. Über den Stellenplan beschließt dieVerbandsversammlung im Rahmen des Haushaltsplanes. Der Geschäftsführer istDienstvorgesetzter aller anderen Dienstkräfte des Verbandes.

(6)      Geschäftsführer oder andere Dienstkräfte desVerbandes können nicht Vertreter von Verbandsmitgliedern in derVerbandsversammlung oder Mitglied des Vorstandes sein.

 

 

§   19      Ehrenamtliche Tätigkeit

 

(1)      Mitglieder des Vorstandes und Schaubeauftragte sind ehrenamtlich tätig. Sie erhalten eine Aufwandsentschädigungdurch den Verband.

(2)      Die Höhe der Aufwandsentschädigung wird durch dieVerbandsversammlung festgesetzt.

(3)      Vertreter in der Verbandsversammlung haben keinenAnspruch auf  Aufwandsentschädigung durchden Verband.

 

 

§   20      Haushaltsplan

 

(1)      Der Haushalt des Verbandes ist nach Beschluss durchden Vorstand jährlich im Voraus zu planen; bei Be­darf stellt der VorstandNachträge dazu auf.  Über den Haushaltsplan beschließt dieVerbandsversammlung.

(2)      Der Haushaltsplan muss mindestens enthalten:

 

1.       allegeplanten Erträge und Aufwendungen des Verbandes für das nachfolgendeHaushaltsjahr, gegliedert nach Aufgaben entsprechend § 6 Absatz 2 GUVG,

2.       die Festsetzung des Jahresflächenbeitrages,Kostenbeteiligungen von Vorteilshabenden,  Zuwendungen und sonstige Erträge,

3.       die Entnahme aus der finanziellen Rücklage und dieZuführung von finanziellen Mitteln in die Rücklagen,

4.       die Festsetzung der zulässigen Höhe außer- undüberplanmäßiger Ausgaben und Festsetzung einer Erheblichkeitsschwelle für außer-und überplanmä­ßi­ge Ausgaben,

5.       die Festsetzung der Höhe von Kassenkrediten und Darlehen.

 

 

§   21      Grundsätze der Haushaltsführung

 

(1)      Das Haushaltsjahr ist das Kalenderjahr.

(2)      Die Haushaltswirtschaft des Ver­bandes wird nachden Grundsätzen der kaufmän­ni­schen Buchfüh­rung geführt. Für dieHaushaltsführung gelten die §§ 238 bis 263 HGB entsprechend.        

(3)      Der Haushalt hat dem Gebot der Wirtschaftlichkeitund Sparsamkeit zu genügen. Erträge und Aufwand sollen in jedem Haushaltsjahrunter Berücksichtigung von Überträgen aus den Vorjahren ausgeglichen sein. DieTätigkeit des Verbandes ist nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtet.

(4)      Der Verband führt die Abschreibungen aufAnlagengegenstände einer Rücklage zu.

(5)      Der Verband bildet zur Sicherung des Haushaltes  angemessene Rücklagen.

(6)      Für die Erfüllung der in § 4 Absatz 1 genanntenPflichtaufgaben dürfen keine Darlehen, die über eine Laufzeit von fünf Jahrenhinausgehen, aufgenommen werden.

 

 

§   22    Ermächtigungdurch den Haushaltsplan

 

(1)      Der Vorstand wird durch den Beschluss derVerbandsversammlung gemäß § 9 Nummer 3 über den Haushaltsplan ermächtigt,

1.       die Verbandsbeiträgein der festgesetzten Höhe zu erheben,

2.       geplante Ausgabenvorzunehmen,

3.       Darlehen undKassenkredite bis zur festge­setzten Höhe für den Verband aufzunehmen.

(2)      Außer- und überplanmäßige Ausgaben dürfen nurvorgenom­men werden, wenn der Verband zur Zahlung verpflichtet ist, einZahlungsaufschub für den Verband wesentliche Nachteile nach sich ziehen würdeund die zulässige Höhe der außer- und überplan­mäßigen Ausgaben nichtüberschritten wird.

(3)      Über außer- und überplanmäßige Ausgaben entscheidetder Geschäftsführer, soweit sie nicht erheblich sind. Über erhebliche außer-und überplanmäßige Ausgaben bis zur zulässigen Höhe beschließt der Vorstand.

(4)      Außer- und überplanmäßige Ausgaben sind nurzulässig, wenn sie unabweisbar und unvor­her­gesehen sind und die Deckunggewährleistet ist.

(5)      Wenn absehbar ist, dass außer- und überplan­mäßigeAusga­ben unzulässig sind oder die festgesetzte Höhe für Kassenkredite oderDarlehen überschritten wird, ist der Verbandsversammlung unverzüglich ein geän­derterHaushaltsplan zur Beschlussfassung vorzule­gen.

 

 

§   23      Rechnungsprüfung

 

(1)      Der Verband ist verpflichtet, die Jahresrechnungdurch einen unabhängigen Prüfergemäß § 6 Absatz 3 GUVG prüfen zu lassen.

(2)      DerVorstand beschließt über den Auftrag an einen Wirtschaftsprüfer zur umfassendenPrüfung der  Jahresrechnung.

(3)      Eineerneute Beauftragung desselben Prüfers ist zulässig, ist aber auf dreiHaushaltsjahre hintereinander begrenzt.

(4)      DerVorstand nimmt das Prüfungsergebnis der Jahresrechnung zur Kenntnis und stelltdie Vollständigkeit und Richtigkeit der Jahresrechnung fest. Er legt zu seinerEntlastung die festgestellte Jahresrechnung zusammen mit dem Ergebnis desPrüfberichts der Verbandsversammlung vor.

 

 

§   24      Verbandsbeitrag (§§ 28, 29, 31 WVG)

 

(1)       Die Mitglieder haben dem Verband Beiträge zuleisten, soweit dies zur Erfüllung seiner Aufgaben erforderlich ist.

(2)       Die Beiträge bestehen in Geldleistungen und sind öffentliche Abgaben.

(3)       Die Beiträge werden einmal jährlich für den Zeitraum vom 1. Januar bis31. Dezember erhoben. Sie sind bis 1. April festzusetzen und werden nach Ablauf eines Monats fällig.

(4)      Wer seinen Beitrag nicht rechtzeitig leistet, hateinen Säumniszuschlag zu zahlen. Der Säumniszuschlag beträgt 1 Prozent desrückständigen Betrages für jeden angefangenen Monat vom Tag nach der Fälligkeitan gerechnet.

(5)       Auf Antrag kann inbesonderen Härtefällen ganz oder teilweise von der Verbandsbeitragszahlung be­freitoder Ratenzahlung vereinbart werden.

(6)      Der Verband erhebt die Verbandsbeiträge auf derGrundlage des geltenden Beitragsmaßstabes durch Beitragsbescheid. Jedereinzelne Bescheid ist mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.

(7)      Jedem Verbandsmitglied ist auf Verlangen Einsichtin die ihn betreffenden Beitragsunterlagen zu ge­währen.

(8)      Die auf dem Wasserverbandsgesetz oder der Sat­zungberuhenden Forderungen des Verbandes können nach dem Verwaltungsvollstre­ckungs­gesetzfür das Land Brandenburg (VwVG BB) durchgesetzt werden.

 

 

§   25      Beitragsverhältnis, Kostenerstattung,Ersatz von Mehrkosten

 

(1)      Die Beitragslast für die Erfüllung der Aufgabegemäß § 4 Absatz 1 Nummer 1 bestimmt sich gemäß § 80 Absatz 1 Satz 1 BbgWG nachdem Verhältnis der Flächen, mit denen die Mitglieder am Verbandsgebietbeteiligt sind.

(2)       Die Heranziehung für die durch die Erschwerung der Unterhaltungentstehenden Mehrkosten richtet sich nach § 85 BbgWG.

(3)       Für die Aufgaben gemäß §4 Absatz 1 Nummer 2soll der entstandene Aufwand gemäß § 77 BbgWG auf diejenigen anteilig umgelegtwerden, die zu nachhaltigen Abflussveränderungen nicht nur unwesentlichbeigetragen haben.

(4)      Die Kosten für dieDurchführung der Aufgaben gemäß § 4 Absatz 1 Nummer  3 bis Nummer  5 trägt das Land Brandenburg.

(5)       Für die dem Verband für die Durchführung freiwilliger Aufgaben gemäß § 4Absatz 2 entstehenden Kosten sind Beiträge von bevorteilten Mitgliedern nach §§28 Absatz 1, 30 Absatz 1 WVG und von Nichtmitgliedern nach §§ 28 Absatz 3, 30Absatz 1 WVG zu erheben, soweit keine Erstattung durch einen Auftraggebererfolgt.

(6)      Der Beitrag für die freiwilligen Mitglieder bemisstsich nach § 30 WVG.

 

 

§   26      Ermittlung des Beitragsverhältnisses

 

(1)       Stichtag für die Ermittlung des Beitrages istder 1. Januar des Beitragsjahres. Die Verbandsmitglieder sind verpflichtet, demVerband alle für die Veranlagung erforderlichen Angaben wahrheitsgemäß undrechtzeitig bis zu dem Stichtag zu machen und den Verband bei den Festsetzungenzu unterstützen. Veränderungen der für die Veranlagung maßgeblichen Umständesind dem Verband unverzüglich mitzuteilen. Der Verband ist verpflichtet, erstvom Zeitpunkt der Kenntnis an die entsprechenden Änderungen bei der nächstenBeitragsveranlagung zu Grunde zu legen.

(2)       Die in Absatz 1 Satz 2 und 3 genannte Verpflichtung besteht nurgegenüber Personen, die vom Verbanddurch eine schriftliche Vollmacht zum Einholen der Auskünfte oder zur Einsichtund Besichtigung be­rechtigt ausgewiesen sind.

(3)       Der Beitrag eines Mitgliedes wird nach pflichtgemäßem Ermessen durch denVorstand geschätzt, wenn

1.  das Mitglied die Bestimmung desAbsatzes 1 Satz 2 verletzt hat,

2.  es dem Verband ohne eigenesVerschulden nicht möglich ist, den Beitrag eines Mitgliedes zu ermitteln.

 

 

§   27      Widerspruchsverfahren

 

(1)      Für Rechtsbehelfe gelten die Vorschriften derVerwaltungsgerichtsordnung.

(2)      Gegen einen Beitragsbescheid kann jeweils innerhalbeines Monats nach dessen Bekanntgabe der Widerspruch schriftlich oder zur Niederschriftin der Ge­schäfts­stelle des Verbandes eingelegt werden. Über ihn entscheidetder Vor­stand. Der Widerspruch gegen einen Beitragsbescheid hat keine aufschiebendeWirkung.

(3)       Wird dem Widerspruch nichtabgeholfen, kann gegen die Entscheidung des Vorstan­des (Widerspruchs­bescheid)innerhalb eines Monats nach Zu­stellung beim zuständigen VerwaltungsgerichtKlage erhoben wer­den.

(4)      Der Widerspruchsbescheid ist nach Beschluss durchden Vorstand durch den Verbandsvorsteher und den Ge­­schäftsführer zuunterzeichnen.

 

 

§   28      Rechtsgeschäfte zwischen Verband undVorstandsmitgliedern

 

Rechtsgeschäftezwischen Vorstandsmitgliedern und dem Verband bedürfen der Zustimmung derVerbandsversammlung und der Rechtsaufsichtsbehörde, soweit sie über den Ersatzvon Aufwendungen hinausgehen.

 

 

§   29      Verschwiegenheitspflicht (§ 27 WVG)

 

(1)      Vorstandsmitglieder, Mitglieder der Verbandsversamm­lung,Geschäftsführer und Dienstkräfte des Verbandes sind verpflichtet, über alleihnen bei der Durchführung ihrer Aufgaben bekannt werdenden Tat­sachen undRechtsverhältnisse, auch nach Beendigung des Amts- beziehungsweiseDienstverhältnisses, Verschwiegenheit zu wahren.

(2)      Im Übrigen bleibt die Vorschrift des Verwaltungs­ver­fahrensgesetzesüber die Verschwiegenheitspflicht unbe­rührt.

 

 

§   30      Bekanntmachungen

 

(1)      Bekanntmachungen des Verbandes werden durch denGeschäftsführer des Verbandes in geeigneter Weise vorgenommen. Hierzu kann erdie Mit­gliedsgemeinden bitten, die Bekanntmachung in der nach ihrerHauptsatzung ortsüblichen Weise vorzu­nehmen.

(2)      Wenn umfangreiche Unterlagen be­kannt gemachtwerden sollen, genügt die Bekanntmachung des Ortes und der Zeiten, zu denendiese Unterlagen zur Einsichtnahme ausliegen.

(3)      Ausschließlich an die Mitglieder gerichtete Be­kannt­machungenkönnen in Form eines ge­schlos­se­nen ein­fachen Briefes erfolgen.

 

 

§   31      Satzungsänderung

 

(1)      Über die Änderung der Satzung beschließt die Ver­bandsversammlung.Anträge sind in der Einladung zur Verbandsversammlung vollständig bekannt zugeben. Ein Beschluss über die Änderung der Satzung bedarf der Mehrheit deranwesenden Stimmen. Der Beschluss über eine Änderung der Aufgabe des Verbands bedarfeiner Mehrheit von zwei Dritteln der anwesenden Stimmen. Die Änderung derSatzung be­darf der Ge­neh­migung der Rechts­aufsichtsbehörde und des Benehmensdes Ver­bands­beirates.

(2)      Die Veröffentlichung der Satzung wird durch dieRechts­aufsichtsbehörde veranlasst.

 

 

§   32      Rechtsaufsichtsbehörde (§ 72 WVG und § 1GUVAV)

 

(1)      Der Verband steht unter der Rechtsaufsicht des Landesamtesfür Umwelt, Gesundheit und Verbraucher­schutz (§ 1 Gewässerunter­haltungsverbands­auf­sichtsver­ordnung– GUVAV). Der Verbandsvorsteher lädt die Rechtsaufsichtsbehörde zu allenSitzungen der Ver­bandsversammlung und des Verbandsvorstandes unter Einhaltungder Ladungsfristen ein.

(2)      Die Rechtsaufsichtsbehörde kann sich, auch durchBeauftragte, über die Angelegenheiten des Ver­bandes unterrichten. Sie kannmündliche und schriftliche Berichte verlangen, Akten und andere Unterlagenanfordern sowie an Ort und Stelle Prüfungen und Besichtigungen vor­nehmen.

 

 

§   33      Zustimmungzu Geschäften (§ 75 WVG)

 

(1)      Der Verband bedarf der Zustimmung der Rechts­aufsichtsbehörde

1.        zur unentgeltlichen Veräußerung von Vermögens­gegenständen,

2.        zur Aufnahme von Darlehen, die über 150.000 Euro hinausgehen,

3.        zur Übernahme von Bürgschaften, zu Verpflich­tungenaus Gewährverträgen und zur Be­­stellung von Sicherheiten,

4.        zu Rechtsgeschäften mit einem Vorstandsmitgliedeinschließlich der Vereinbarung von Vergütungen, soweit sie über den Ersatz vonAufwendungen hinausgehen.

(2)      Die Zustimmung ist auch zu Rechtsgeschäftenerforderlich, die einem in Absatz 1 genannten Geschäft wirtschaftlichgleichkommen.

(3)      Eine Zustimmung der Rechtsaufsichtsbehörde ge­mäß §75 Absatz 3 WVG ist nicht erfor­derlich zur Aufnahme eines Kassenkredites biszu einem Betrag von 150.000 Euro.

(4)      Die Rechtsaufsichtsbehörde kann für bestimmteGeschäfte Ausnahmen von den Absätzen 1 bis 3 all­gemein zulassen.

(5)      Die Zustimmung gilt als erteilt, wenn sie nichtinnerhalb eines Monats nach Eingang der Anzeige bei der Rechtsaufsichtsbehördeversagt wird. In begründeten Einzelfällen kann die Rechtsaufsichtsbehörde dieFrist durch Zwischenbescheid um einen Monat verlängern.

 

 

 

§   34      Sprachform

 

Alle in dieser Satzung verwendeten Personenbezeichnungengelten sowohl in der männlichen als auch in der weiblichen Form.

 

 

§   35      Inkrafttreten, Außerkrafttreten

 

Die genehmigte Neufassungder Satzung tritt am Tage nach der öffentlichen Bekanntmachung imAmtsblatt für Brandenburg in Kraft. Gleichzeitig tritt die Satzung vom 6.Januar 1993 (ABl. S. 28), zuletzt geändert am 8. März 1995 (ABl. /AAnz. S. 173)außer Kraft.

 

                   Anlage:     Mitgliedsverzeichnis

 

 Garrenchen, den 11.10.2018

 

 

 H. Kahlbaum                                                                     K. Schmidt

 

Verbandsvorsteher                                                            Geschäftsführerin

 



Die Struktur des Verbandes


Der Verband hat eine Verbandsversammlung, die aus 30 Mitglieder 
   besteht.

Als weiteres Organ fungiert der Vorstand, welcher in der Verbands-
  versammlung am 03.12.2014 gewählt wurde. Er setzt sich aktuell
  aus folgenden Mitgliedern zusammen:

   Herr Heinrich Kahlbaum aus Wildau-Wentdorf  - Verbandsvorsteher
   
Herr Prof. Claus König aus Goßmar - Stellvertreter des Vorstehers
   Herr Norbert Zittlau aus Wüstermarke
   Herr Andre Weigt aus Rosenthal          
   Herr Heinz-Peter Frehn aus Schöneiche    
   Frau Michaela Schudek aus dem Amt "Unterspreewald"  
   Herr Werner Suchner Bürgermeister der Stadt Calau
   Herr Heiko Terno aus Kümmritz
   Herr Christian Wolf als Vertreter des Beirates 

Basierend auf den geänderten Vorschriften wurde am
  18.03.2009 ein Verbandsbeirat zur Beratung des Verbandes
  gebildet. Dieser setzt sich aus Vertretern der folgenden
  Interessengruppierungen zusammen:

          1. Waldbesitzerverband        -   Herr Hans-Detlef von Uckro   
          2. Bauernbund Brandenburg   -   Herr Gerd Winzer
          3. Grundbesitzerverband       -   Herr Hans-Detlef von Uckro  
          4. Landesbauernverband       -   Herr Christian Wolf 
          5. Landesfischereiverband     -   Frau Gisela Bräuning-Krätzig
          6. Waldbauernverband          -   Herr Heinrich Kahlbaum
 
   Als Vorsitzender fungiert Herr Christian Wolf.

 


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